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Szenische Lesung, Book of Faces
Jens BluhmJens Bluhm

www.jensbluhm.com

Sedanstraße 20
81667 München
Jens Bluhm
Jens Bluhm
Jens Bluhm, geboren 1986 in Flensburg, studierte von 2008 bis 2012 Schauspielregie am Max Reinhardt Seminar in Wien. Während des Studiums inszenierte er unter anderem Büchners Leonce und Lena und Ein Traumspiel von August Strindberg. Die Stückentwicklung In euren Augen zeigte er beim Körber Studio Junge Regie in Hamburg. Von 2012 bis 2015 war er als Regieassistent an den Münchner Kammerspielen tätig. Er assistierte unter anderem bei Johan Simons, René Pollesch, Stefan Pucher und Sebastian Nübling. An den Münchner Kammerspielen inszenierte er die Uraufführung von Polen ist mein Italien von Sascha Hargesheimer. Mit dem Jugendclub der Kammerspiele entwickelte er die Stücke Down the Line und egal, aber. Seit dem Sommer 2015 ist er als freischaffender Regisseur tätig. Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Redifinition von Musik auf der Bühne und der Gebrauch aktueller Texte um der notwendigen Auseinandersetzung mit Erzählstrukturen und -formen gerecht zu werden. Seither entstand unter anderem Die Braut oder moderne Frauen, eine Arbeit zwischen Sprache und Musik mit Texten von Arthur Schnitzler und Elfriede Jelinek. Drei Schwestern nach Anton Tschechow, sowie am Kasemattenthetaer in Luxemburg die Inszenierung von Ich, Ännie nach Thomas Melle und Zweite allgemeine Verunsicherung von Felicia Zeller. Die musikalische Bühnenshow Obduktion einer Kunstfigur – Klaus Nomi wurde im Nachtasyl / Thalia Theater Hamburg aufgeführt und ist der erste Teil einer Reihe Theatraler Obduktionen.
Obduktion einer Kunstfigur Bild 1
Fotos: Vanessa Wagner ©
Drei Leichensäcke liegen auf einem Bühnenpodest, das vorerst leer bleibt. Die Titelfigur des Abends ist abwesend. Links neben dem Podest sitzen eine Tänzerin, ein Schauspieler und eine Sängerin, rechts ein Musiker hinter seinem Schlagzeug samt elektronischer Elemente. Im Hintergrund auf einer Leinwand aus Pyramiden-Schaumstoff werden Videos projiziert. Mediale Überreste wie Texte, Songinterpretationen und YouTube-Videoschnipseln skizzieren ein vielschichtiges Bild des Sängers Klaus Nomi, das trotzdem unvollständig bleibt – doch diese Unvollständigkeit wird zum Thema der Veranstaltung.
Das Anliegen des Musiktheaterprojekts Obduktion einer Kunsfigur – Klaus Nomi war es mit unterschiedlichen künstlerischen Mitteln ein Verfahren und gleichzeitig eine ästhetische Form zu entwickeln, um die Facetten einer Kunstfigur zu untersuchen: So entstand die Theatrale Obduktion. Zentrales Artefakt war dabei das Video eines Klaus Nomi-Auftritts: ein alter Konzertmitschnitt aus dem Jahr 1982, in dem er eine Arie aus Henry Purcells King Arthur interpretiert. Es zeigt den Moment, in dem die Kunstfigur Klaus Nomi der Privatperson so nahe kommt wie nie zuvor – Der Tod als Thema der Arie ist dem Körper des Sängers sichtbar eingeschrieben. Zurückblickend ist dieser Auftritt der (traurige) Höhepunkt Klaus Nomis Karriere, das Video Zeugnis davon. Dieser im Video festgehaltene Moment im Leben Klaus Nomis scheint durch die Kunstfigur hindurch den Blick auf seine Biographie freizulegen: auf sämtliche seiner Facetten und Schichten. Es offenbart sowohl den Künstler als auch den erkrankten Menschen, wodurch die Frage nach der Identität des Menschen hinter der Kunstfigur entsteht. Wer war dieser Grenzgänger zwischen Pop-Musik und Oper, Klaus Sperber alias Klaus Nomi? Im Zuge der Theatralen Obduktion haben wir eine musikalische Bühnenshow erarbeitet, die die von Klaus Nomi verwendeten Mittel: Gesang, Musik, Tanz und Schauspiel, zerlegt, untersucht und relfektiert – Um die Entstehung einer Kunstfigur erlebbar zu machen und Fragen der Selbstdarstellung aufzuwerfen.

Nachtasyl / Thalia Theater Hamburg, 2018
Live-Musik:
Gesang:
Schauspiel:
Schauspiel / Tanz:

Konzept / Regie:
Konzept / Dramaturgie:
Bühne / Kostüm:
Video:
Komposition:
Felix Stachelhaus
Meredith Nicoll
Philipp Joy Reinhardt
Mona Vojacek Koper

Jens Bluhm
Lena Carle
Gianna-Sophia Weise
Philipp Joy Reinhardt
Felix Stachelhaus
Fotos der Produktion
Videotrailer zur Produktion
Besetzung
Information
Zweite allgemeine Verunsicherung Bild 2
Fotos: Antoine Morin, Anne Braun ©
Früher waren Galaveranstaltungen und Preisverleihungen doch noch ein willkommener Anlass einfach nur gut auszusehen. Diese Zeiten sind vorbei. Vorwürfe und Selbstvorwürfe beginnen bereits auf dem roten Teppich. “Klumpenapokalypse” heißt nicht nur der Debütfilm des Regisseurs, dessen neuer Film “Überleben im eigenen Leben” an diesem Abend einen Preis erhalten soll, eine Klumpenapokalypse bilden auch die sich fortschreibenden Kommentare, Beobachtungen und Interventionen der Galateilnehmer. Jede Äußerung wird zum Statement, zur Belehrung, zum Appell. Alles bietet Anlass zu Kritik und Selbstkritik, Schuld, Verunsicherung, Aggression, Verzweiflung. Die Gestalten auf dem roten Teppich sind dabei vor allem sich selbst ausgeliefert. Sie sind gezeichnet von der Panik nach außen wirken zu müssen, während diese Wirkung kaum noch eine Überschneidung mit einer inneren Haltung hat. „Was sagen andere darüber, wie ist die Stimmung, was könnte ich selbst denken, ist das richtig was ich denke, kann ich das so denken, wird das so gedacht ...“
Protagonistin des Theaterabends ist eine Sprache, die sich die Dynamiken einer neurotischen Gesellschaft längst einverleibt hat. Da versagen alle Selbstvergewisserungen, da ist selbst eine Entschuldigung keine Irritation mehr, da wird jeder Auftritt von den immer gleichen Automatismen angetrieben: die Performance der Wiederholung der Wiederholung des Scheiterns.
Ein grotesk-fantastisches Stück über Selbstzweifel und gekränkte Hoffnungslosigkeit in unserer narzisstisch-depressiven Gesellschaft.

"[...] bereits beim Betreten des Kasemattentheaters [wird das Publikum] Teil des Geschehens, da der gesamte Boden mit rotem Teppich ausgelegt ist und man, während man noch seine Karte für die Vorstellung kauft, schon einem Interview lauschen kann, das am gleichen Tresen vom SchauspielerInnentrio, bestehend aus Anouk Wagener, Eugenie Anselin und Dominik Raneburger durchgeführt wird.Ein interessanter Griff der Bühnenbildnerin Marie-Luce Thais sowie des Regisseurs Jens Bluhm, welche hierdurch nicht nur die vierte Wand einreißen, sondern mit einem subtilen Augenzwinkern auf die Bühne des Lebens verweisen, auf der letztendlich jeder auch außerhalb des Theaters (unter Beobachtung) steht."
("Apokalypse im Kopf" / Tageblatt Luxemburg / Dienstag, 6. Februar 2018)

Kasemattentheater Luxemburg, 2018
Von:

Schauspiel:



Regie:
Bühne / Kostüm:
Felicia Zeller

Eugénie Anselin
Dominik Raneburger
Anouk Wagener

Jens Bluhm
Marie-Luce Theis
Fotos der Produktion
Videotrailer zur Produktion
Besetzung
Information
Aennie Bild 0
Fotos: Teresa Queiroga ©
Ein Remix, ein Monolog, eine Antwort von Ännie.
Das Mädchen Ännie, eigentlich Annemarie Wilke, wird vermisst. Sie wurde zuletzt mit ihrem Koffer am Bahnhof gesehen. Es gibt verschiedene Thesen. Es gibt die Verschwinderthese und die Terroristenthese und die Jeannythese. War es Selbstmord, eine Gewalttat oder der Gang in den Untergrund? Keiner weiß das so genau. Als sie noch da war hat sich niemand wirklich für sie interessiert. Doch nun wo sie weg ist, ist sie in aller Munde. Jeder hat seine eigene Theorie für ihr verschwinden - Jeder scheint die vermeintliche Realität zu kennen. Doch im Dschungel der Thesen wird die Wahrheit immer unschärfer. Wer war denn nun diese Ännie? Was ist mit ihr passiert? Weißt du mehr?

„[...] In dieser einen Stunde wird dem Publikum [...] kein greifbares Porträt geschildert. Melle liefert mit der Titelfigur vielmehr eine Projektionsfläche vielfältiger Emotionalität für jene, deren Wege sich zeitlebens mit der Unauffindbaren gekreuzt haben: „Vergib dieser armen Seele, Herr; und wenn ich das sage, so weiß ich nicht, ob ich Anne meine – oder mich, oder uns alle. Vergib der armen Seele. Vergib.“ Wagener verkörpert ihre Rollen dabei mit großer Spielfreude und körperlicher Hingabe. Mit Ich, Ännie ist Bluhm eine schrille, lexikalisch spritzige und kurzweilige Bühnenarbeit gelungen.“
(„Hinter der Schutzwand“, d’Lëtzebuerger Land, 07 Juli 2017)

[...] Äußerst gelungen ist die Idee der Umkehrung: Kam im Originaltext von Melle das verschwundene Mädchen gar nicht zu Wort, so gibt Regisseur Jens Bluhm Ännie die verdiente Bühnenzeit, um Erklärungen zu geben - weswegen das Stück nun auch „Ein Remix, ein Monolog, eine Antwort von Ännie“ unterbetitelt ist. [...]
(„Aus Teflon“, Tageblatt (Luxembourg), 03. Oktober 2017)

Kasemattentheater Luxemburg, 2017
Nach:

Schauspiel / Live-Musik:
Regie / Bühne:
Thomas Melle

Anouk Wagener
Jens Bluhm
Fotos der Produktion
Videotrailer zur Produktion
Besetzung
Information
Drei Schwestern Bild 1
Fotos: Mathias Rümmler ©
Nach dem Tod des Vaters bleiben die drei Schwestern Olga, Mascha und Irina in der Provinz zurück, in die sie niemals wollten und aus der sie sich ständig weg sehnen. Einst wegen der militärischen Karriere des Vaters hergezogen, verlieren ihre Argumente zu bleiben an Tragfähigkeit. Der richtige Moment, um nach Moskau zurückzukehren, scheint endlich gekommen. Doch die drei Schwestern bleiben untätig. Sie reden weiter über Hoffnungen und Wünsche, über die Sehnsucht nach einem besseren Leben, sie debattieren über Arbeit, aber unternehmen nichts. Tragisch ist hier nicht irgendein Ereignis, sondern die Handlungs- unfähigkeit der Schwestern, das ungelebte Leben. Das zunehmend leere Gerede ist in seiner Menschlichkeit zugleich absurd und komisch, es breitet sich versöhnlich über dem Abgrund der Tragik aus. »Die Zeit kommt, da drängt sich auf uns alle eine Gewitterwand zu, es braut sich ein gesunder, starker Sturm zusammen, der auf uns zu kommt, der schon nah ist und von unserer Gesellschaft wegbläst alle Faulheit, Gleichgültigkeit, alle träge Langeweile.«

Viesener Theaterfrühling, Lehnschulzenhofbühne / theater.land, 2017
Nach:

Schauspiel:


Live-Musik:

Regie / Fassung:
Bühne:
Kostüm:

Komposition:
Anton Tschechow

Anna Eger
Lisa Hofer
Elena Pilar Nyffeler
Matthias Waldthaler

Jens Bluhm
Mathias Rümmler
Barbara Schiffner
Rebecca Löffler
Matthias Waldthaler
Fotos der Produktion
Videotrailer zur Produktion
Besetzung
Information
Die Braut oder moderne Frauen Bild 1
Fotos: Christian Mair ©
„Die Braut oder Moderne Frauen“ verbindet Schnitzlers faszinierende, kaum bekannte Novelle “Die Braut” mit Szenen aus Elfriede Jelineks “Krankheit oder moderne Frauen” sowie Werken zeitgenössischer und klassischer Kammermusik. Schnitzler entwirft ein Frauenbild, das seiner Zeit weit überlegen ist. Er erfindet eine Frau, die für ihre Freiheit mit sämtlichen gesellschaftlichen Konventionen bricht und einen Mann als Erzähler, den diese Geschichte zutiefst rührt. Die junge Jelinek erfindet in den Achtzigern kämpferische Frauen und resigniert in letzter Instanz vor der nicht funktionierenden Emanzipation. Doch wo stehen wir heute? In einer Verwebung von Text und Musik ergründen wir die Gegenwart, in der es innerhalb einer viel komplexer gewordenen Auseinandersetzung oft allzu leichtfertig heißt: “Das ist doch kein Thema mehr”.

ISA Festival der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien / Salon 5, Thalhof / Schlosstheater Schönbrunn, 2016
Texte von:


Schauspiel:




Live-Musik / Violine:
Live-Musik / Violine:
Live-Musik / Viola:
Live-Musik / Violoncello:

Textfassung / Regie:
Bühne / Kostüm:
Arthur Schnitzler
und Elfriede Jelinek

Silas Breiding
Saskia Klar
Christoph Kohlbacher
Laura Laufenberg

Soo-Hyun Park
Nadia Kalmykova
Joachim Kelber
Mislav Brajkovic

Jens Bluhm
Lena Müller
Fotos der Produktion
Videotrailer zur Produktion Videotrailer zur Produktion
Besetzung
Information
Polen ist mein Italien Bild 1
Fotos: Julian Baumann ©
Das Ende der Welt, ganz in der Nähe von Danzig. Inmitten dieser postapokalyptisch anmutenden Ostsee-Ödnis, geht dem legendären (wenngleich kaum bekannten) Berliner Independent-Regisseur Bela Roberti, der gerade an seinem Science-Fiction-Streifen „Die Wiese der Dinge“ arbeitet, das Film-Material aus. Der erfolglose Filmemacher schafft es nicht, das Scheitern des Projekts gegenüber der Filmcrew einzugestehen und flüchtet stattdessen in eine fiebernde Gedankenwelt zwischen Erinnerung und Traum. Er begegnet zwei polnischen Brüdern in ihrem verlassenen Hotel am Meer, einer Kranführerin, die kurz vor ihrer Pension gefeuert wurde und seiner Ex-Frau, die ihn längst verlassen hat.

„[...] Text und Aufführung hüpfen ganz federleicht zwischen Erzählung und echten Szenen hin und her, Peter Brombacher, Walter Hess und Stefan Merki machen teils ein ganz wunderbar leuchtendes Live-Hörspiel, teils formen sie mit feinstem Humor Situationen, alles irrt, ganz sanft, und längst ist man im Kopf woanders, nicht mehr im Werkraum, sondern in einem Sehnsuchtsraum des eigenen Gemüts.“
(„Der Reiz des Flunkerns“, Süddeutsche Zeitung, 16. Juni 2014)

„[...] Wir sehen hier nämlich die - noch dazu fiktive - Reproduktion der Reproduktion einer Reproduktion. Eigentlich geht es in dieser melancholischen Untergangsbeschwörung, die effektvoll auf den Zeithintergrund der Ost-West-Spaltung projiziert ist, um das Verschwinden der “wirklichen Wirklichkeit” hinter all den Sekundär- und Tertiärmythen unserer medial überfütterten Gegenwart - ein Phänomen, das etwa auch René Pollesch in hysterisierten Parodien auf die Illusionsmaschine Theater und Film ausstellt. Regisseur Jens Bluhm hingegen hat die Trauer über diesen Verlust in einer Stimmung sanft verschwebender Wehmut und irrender Poesie meisterlich vergegenwärtigt. Von grandiosen, hochpräzisen Schauspielern eingesponnen in einen Kokon aus Schönheit, leisem Witz und produktiver Langeweile, lässt man Dialoge an sich vorbeirauschen, kapiert wenig, aber zugleich alles und nach einer Stunde ist der in sich verschachtelte Sommertagtraum vorbei, fast als wär nichts gewesen. Wen so etwas auf die Palme bringt, der muss halt Hollywood Filme anschauen.“
(„Sommertagstraum in sechzig Minuten“, Münchner Merkur, 17. Juni 2014)

Uraufführung, Münchner Kammerspiele, 2014
Von:

Schauspiel:




Regie:
Bühne:
Kostüm:
Licht:
Dramaturgie:
Sascha Hargesheimer

Peter Brombacher
Anna Drexler
Walter Hess
Stefan Merki

Jens Bluhm
Sina Barbra Gentsch
Mara Strikker
Jürgen Kolb
Matthias Günther
Fotos der Produktion
Videotrailer zur ProduktionVideotrailer zur Produktion
Besetzung
Information
Trust Bild 1
„Das Vertrauen ist nun einfach mal weg.“ Eigentlich ist alles ganz gut. Wir fliegen um die Welt. Wir machen Urlaub. Wir leben in Sicherheit. Wir haben alles was wir brauchen. Im Grunde haben wir keine Sorgen. Doch fast unmerklich wird genau diese Situation zu einem Problem, das eigentlich keines sein dürfte. Zu einem Luxus-Problem einer Generation, die mit einer Welt konfrontiert wird, die immer schwerer zu fassen ist. Eine Generation versucht, sich an Werten fest zu klammern, sucht Halt. Vergeblich. Greift in die Luft.

„[...] Derart meisterhaft interpretiert, belegt “Trust” in der Inszenierung von Jens Blum jedenfalls, dass zeitgemäßes und -kritisches Theater von Nachwuchsdramatikern inhaltlich und formal durchaus überzeugen kann, es bedarf deshalb keineswegs der gegenwärtigen, postmodernen, postdramatischen, düster-schwarz-betroffenen, aufdringlich-lärmenden “No future-” oder “Null-Block”-Thaterposen ...“
(„Spaßgesellschaft im goldenen Käfig“, Luxemburger Wort, 12. September 2012)

Max Reinhardt Seminar Wien, Luxemburg, Scenario Festival Eupen, 2012
Texte von:

Schauspiel:


Regie:
Falk Richter

Anouk Wagener
Dominik Raneburger

Jens Bluhm
Fotos der Produktion
Videotrailer zur ProduktionVideotrailer zur Produktion
Besetzung
Information
traumspiel Bild 1
Eine Gottestochter kommt auf die Welt, um das Leid der Menschen zu verstehen. „Es ist schade um die Menschen“ lautet der zentrale Satz, mit dem sie sämtliche Erlebnisse kommentiert. Sie trifft auf den Dichter, der in einer Bittschrift das Leid der Menschen formuliert. Am Ende kann sie die Wiedersprüche des Daseins nicht mehr ertragen und steigt empor zu ihrem Vater, um ihm von den Menschen zu berichten.

„Im Anschluss an sein früheres Traumspiel »Nach Damaskus« hat der Verfasser in diesem Traumspiel versucht, die unzusammenhängende, aber scheinbar logische Form des Traumes nachzubilden. Alles kann geschehen, alles ist möglich und wahrscheinlich.“ (August Strindberg, in den Vorbemerkungen zum Traumspiel)

Max Reinhardt Seminar Wien, 2012
Von:

Schauspiel:






Regie:
Bühne / Kostüm:
Komposition / Livemusik:
Licht:
August Strindberg

Katharina Haudum
Laurenz Laufenberg
Johanna Prosl
Anouk Wagener
Dominik Raneburger
Lukas Wurm

Jens Bluhm
Philip Rubner
Matthias Waldthaler
Gerhard Fischer
Fotos der Produktion
Videotrailer zur ProduktionVideotrailer zur Produktion
Besetzung
Information
Leonce und Lena Bild 1
Fotos: Ulrike Sophie Rindermann ©
Was doch die Menschen alles aus Langeweile treiben, mit den wichtigsten Gesichtern, ohne zu merken warum. Büchner und Leonce lachen gemeinsam, ein unheimliches, ohnmächtiges Lachen. Nicht oberflächlich, darüber wie einer ein Mensch ist, sondern darüber dass er ein Mensch ist, wofür er aber ohnehin nichts kann. Dieses Lachen beschreibt den schrillen einsamen Widerspruch eines Leidensrufes innerhalb eines Lustspiels. Wenn wir alle ineinander verschachtelten Schachteln auseinander nehmen, finden wir in der kleinsten nichts. So bleibt auf der Bühne ein bunter Schachtelhaufen und die Sehnsucht, dass in der kleinsten Schachtel am Ende doch etwas zu finden ist.

Max Reinhardt Seminar Wien, 2012
Von:

Schauspiel:




Regie:
Bühne / Kostüm:


Komposition / Livemusik:
Puppengestaltung:
Licht:
Georg Büchner

Béla Bufe
Elisa Ueberschär
Stefanie Reinsperger
Anouk Wagener

Jens Bluhm
Manfred Rainer
Hannah Rosa Öllinger
Jakob Brossman
Matthias Waldthaler
Nikolaus Habjan
Gerhard Fischer
Fotos der Produktion
Videotrailer zur Produktion
Besetzung
Information
In Euren Augen Bild 3
Was geschieht hinter all den Gardinen der Fenster, der Häuser, der Städte, während wir im Theater sitzen und auf das Ereignis warten? Eine Kunstwissenschaftlerin führt durch ein Museum für moderne Kunst und hat ein Problem. Eine alte Dame schaut aus dem Fenster in die Gegenwart und hat ein Problem. Eine junge Ehe wird nebensächlich und hat ein Problem. Ein Biologieprofessor hält einen Vortrag über Tiere und hat ein Problem. Und alles passiert gleichzeitig, nebeneinander. Es sind ganz normale Leben und dadurch gleichzeitig ganz normales Theater. „In Euren Augen“ ist ein haltlos collagenhafter Versuch, eine Geschichte zu erzählen, die am Ende vielleicht gar keine ist.

„Jens Bluhm vom Wiener Max Reinhardt Seminar setzt sich in »In Euren Augen“ mit dem fremden Blick auseinander. Als „Schaulust-Projekt“ bezeichnet er seine – zunächst scheinbar – lose Szenenfolge, die sich letztlich auf ganz wundersame Weise zu einem verschränkten Ganzen fügt. Der rote Samtvorhang, lose an einer Wäscheleine befestigt, hebt sich zu Beginn nicht etwa, nein, eine junge Schauspielerin, die aus den Publikumsreihen kommt, stolpert in ihn hinein, reißt ihn zu Boden und stürzt. Sie gibt den Blick frei auf ein Sammelsurium aus Fenstern, Spitzengardinen, Wäscheleinen, Spiegeln, kurz: auf ein Archiv der Dinge, durch die wir hin-, durch- und in die wir hineinblicken. [...] Zu Voyeuren werden wir von Szenen, die wir nicht sehen wollen. [...] Und so gibt eine Szene die nächste, geben sich die Figuren die Klinke in die Hand, ziehen sich die Schauspieler hinter den Spitzenvorhängen um – und plötzlich verschränkt sich auf seltsame Weise die schöne Kunst mit dem hässlichen Leben. [...]“
(„Double Feature bis zum bitteren Ende“, Hamburger Feuilleton, 05. April 2011)

„[...] “Viele Stücke [des Körberstudio junge Regie in Hamburg (2011)] beschäftigen sich damit, wo geht´s hin, immer wieder wird ausgestiegen und sich gefragt, was machen wir jetzt hier, erzählen wir nur noch oder spielen wir oder performen wir”, bemerkt Jens Bluhm vom Max Reinhardt Seminar Wien. Sein Vexierspiel “In euren Augen” ist ein extrem komischer Versuch aus unterschiedlichsten Erzählpuzzlestücken ein Theatertableau zusammenzusetzen. Bluhms Darsteller, zwei Frauen und ein Mann, schlüpfen ständig in neue Rollen. [...] So erreicht Jens Bluhm durch ausgelassenes Spiel, was Gernot Grünewald mit dem Weglassen des Rollenspiels, mit größtmöglichem Ernst bewirkt: magische Momente der gelungenen Kommunikation mit dem Publikum.“
(„Hier stehen wir, wir können nicht anders“, Theater der Zeit, Juniausgabe 2011)

Max Reinhardt Seminar, Wien / Körberstudio Junge Regie, Thalia Theater Hamburg, 2011
Schauspiel / Text:



Regie / Text:
Katharina Breier
Alexandra Gottschlich
Laurenz Laufenberg

Jens Bluhm
Fotos der Produktion
Videotrailer zur ProduktionVideotrailer zur Produktion
Besetzung
Information
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